Schritte

An welcher Stelle gehst Du ins Wasser?

 

Nun stehst Du mit deiner Ausrüstung also zum ersten mal am Wasser. Voraussetzung, dass Du überhaupt Bodyboarden kannst, ist eine Wellenhöhe von mindestens 50 cm. Bei solch moderaten Bedingungen kannst Du gleich ins Wasser und versuchen ob Dich eine Welle mitnimmt.

 

Spass macht das Bodyboarden aber erst bei grösseren Wellen, doch bei stärkerem Seegang solltest Doch etwas vorsichtiger vorgehen. Denn die Wucht einer kräftigen, brusthohen Welle wird Dich einfach mitreissen und rumwirbeln. Nach wenigen Sekunden wird Dich die Welle zwar wieder freigeben, doch diese Zeit gilt es ohne Panik zu überstehen.

Somit ist absolute Bedingung, dass Du ein sehr guter Schwimmer und Taucher bist. Manche bange Sekunde unter Wasser habe ich locker überstanden, im Wissen, dass ich im Sportbecken auch 50 m tauchen kann.

 

Also gehen wir davon aus, dass Du an einem Strand an der französichen Westküste gelandet bist. Super Bedingungen, es kommen ordentliche Wellen rein, doch an welcher Stelle gehst Du ins Wasser?

 

Einteilung in Bade- und Surfzone

Bewachte Strände sind hier in Zonen für Schwimmer und Surfer aufgeteilt. Die Zone für Badegäste ist mit zwei blauen Flaggen begrenzt, direkt dahinter postieren sich die Rettungsschwimmer auf ihrem Turm. Die Zone für Bodyboarder und alle anderen Wassersportarten ist von grünen Wimpeln mit rotem Punkt flankiert. Dazwischen zeigen rote Wimpel mit Warnschildern "Gefährliche Strömung" dass hier Baden verboten ist. Die Badeverbotszone ist die Surf- und Bodyboardzone, Schwimmer mit Flossen (Bodysurfer) sind nach meinen Beobachtungen jedoch auch akzeptiert.

Dagegen giltst Du als Bodyboarder ohne Flossen als Badegast und wirst aus Sicherheitsgründen in den Bereich der Schwimmer verwiesen.

 

Bei Niedrigwasser

Wenn Du bei Niedrigwasser an den Strand kommst und draussen ein Sandbank knietief unter Wasser steht, findest Du hier optimale Bedingungen. Du kannst Dich im Weisswasser (gebrochene Welle) austoben ohne die Risiken des Shorebreaks.

 

Bei Hochwasser

Steigt der Strand steil an, Brechen die Wellen hoch, hart und kurz. Das kann durchaus bedeuten, dass Du auf einem 2 Meter hohen Wellenkamm sitzt, der sich in nur 30 cm hohes rücklaufendes Wasser bricht. Machst Du hier eine Fehler gehst Du "ouver the falls" und knallst ungebremst in den Sand und wirst dann ordentlich durchgewaschen. Wenn Du Pech hasst, ist das Board auch noch geknickt oder Du holst Dir eine Verletzung - ein brachialer Shorbreak ist dem Fortgeschrittenen vorbehalten.

 

Bei Hochwasser suchst Du Dir am Strand also erst eine geeignete Stelle. Dieser sollte nur sanft ansteigen, sodass die Wellen nach dem Brechen über viele Meter über den Strand laufen. Wenn Du unsicher bist, haltest Du nach einer Klasse mit Surfschülern Ausschau und gehst neben diesen ins Wasser.